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Alt 12.02.2010, 00:29   #1
tribble
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Streckmittel: über 200 Personen mit Problemen
Streckmittel: über 200 Personen mit Problemen

Freudenstadt, Horn - eigentlich eine schöne Gegend. Am 22.1.2010 antwortete die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, noch auf Abgeordnetenwatch, dass “über die wenigen konkreten Angaben des Deutschen Hanfverbandes und nur wenige Meldungen Einzelner hinaus liegen uns keine weiteren Meldungen vor. So lange der Besitz, Handel und Anbau von Cannabis in Deutschland verboten ist, stellt sich für uns aber auch die Frage nach einer Qualitätskontrolle für Cannabisprodukte nicht.” Die Welt war schön! (Merkt man den Sarkasmus?) Nun schreibt der Schwarzwälder Bote vom 11.2.2010 über einen jungen Menschen, der über grobe Probleme nach dem Konsum von Cannabis klagt. Normalerweise verschwinden die Wirkungen von gerauchtem Marihuana nach wenigen Stunden, aber bei Ihm war das anders. So sagt der junge Mensch auch aus, dass er über 200 Personen mit ähnlichen Problemen kenne:

Vergiftetes Cannabis ruiniert zwei Horbern Gesundheit

Horb - »Auf einmal macht’s klick, und dann fährt es einem von hinten über den Kopf. Man beginnt zu zittern, und die Ecken von Gegenständen werden plötzlich krumm.« Daniel F. (Name geändert) weiß, dass diese Beschwerden keine direkten Folgen seines Cannabis-Konsums sein können, den er vor einem halben Jahr eingestellt hat. Denn die berauschende Wirkung der Blätter und Blüten der Hanf-Pflanze klingt immer wieder ab und hat keine solche Nebenwirkungen.

Schlimmer als die Übelkeits-Attacken ist jedoch Daniels Demenz. »Manchmal kann ich mich nicht mehr an Sachen erinnern, die vor Kurzem passiert sind. Und dann redet man einen totalen Unsinn daher.« Daniel hatte einen Notendurchschnitt von 1,2 und ist in gehobener Position berufstätig. Sein gelegentlicher Cannabis-Konsum hat ihm bisher nicht geschadet. Jetzt hat er Angst um sein Leben. »Ich weiß nicht, was noch alles passiert.«

»Mindestens 200 Leute, die diese Probleme haben«

Seinem Freund Ralf geht es ähnlich. Auch er hat einmal Cannabis geraucht und ist jetzt angeschlagen: Übelkeitsattacken, Gedächtnisverlust und Schmerzen im Genitalbereich. Zwei Einzelfälle? Dazu Daniel: »Ich kann Ihnen mindestens 200 Leute bringen, die diese Probleme haben.« Menschen aus der Region, die Cannabis konsumieren, das mit einem möglicherweise hochgiftigen Streckmittel versetzt wurde, dessen Wirkungen noch weitgehend unbekannt sind.

Die illegale Droge stammt aus dunklen Kanälen, wird in Deutschland oder Holland vertrieben und von den Produzenten oder Dealern mit einer Flüssigkeit gestreckt: Brix heißt das Mittel (siehe Info). Innerhalb der Szene findet das mit Brix gestreckte Cannabis über Kleindealer auch den Weg nach Süddeutschland und wird offenbar auch in Horb in größerem Stil verbreitet.

Immer mehr ahnungslose Cannabis-Raucher, die bislang davon ausgegangen sind, mit Marihuana oder »Gras« ein wenn auch illegales, so doch relativ natürliches Produkt zu konsumieren, klagen jetzt über gesundheitliche Beschwerden, die nichts mit dem eigentlichen Cannabis zu tun haben können.

Daniel hat sich an Beratungsstellen und Ärzte gewandt, die ihn entweder als Konsumenten illegaler Drogen nicht ernst nahmen oder mit einer Diagnose überraschten: »Der Artz sagt, mir fehlt nichts, aber das stimmt nicht.« Seine Demenz-Attacken und plötzlich auftretenden Übelkeitswallungen machen ihm Angst. »Ich frage mich, ob ich daran sterben kann.«

Die möglichen Wirkungen von Drogen-Streckmitteln wie Brix und die damit verbundenen Langzeit-Risiken scheinen in Gesundheitskreisen noch weitgehend unbekannt zu sein. Daniel und Ralf jedenfalls wollen öffentlich auf sich und ihre Probleme aufmerksam machen. »Und wenn wir mit 200 Leuten vors Horber Krankenhaus ziehen.«

Info

Brix ist nur eines von mehreren teils gefährlichen Mitteln, Cannabis zu »strecken«, das heißt das Gewicht zu vergrößern, um mehr Gewinn daraus zu schlagen. Gestreckt wird die Droge auch mit Haarspray, Blei, Kräutern oder anderen Substanzen. Brix wird in Australien und den USA hergestellt und dient ausschließlich dem Strecken von Marihuana. Es ist eine Flüssigkeit, die aus Zucker, Hormonen und flüssigem Kunststoff besteht. Zum Strecken werden die Marihuanablüten vor dem Trocknen in Brix getaucht oder mit ihm besprüht.

Von Christof Schülke

11.02.2010 - aktualisiert am 11.02.2010 12:03

An dieser Stelle möchte ich noch die Blei-im-Gras Fragen und Antworten der Drugscouts verlinken. Diese sahen sich genötigt, bei über 150 mittleren und schweren Bleivergiftungen in Leipzig, diese Broschüre zu drucken. Die Drogenzarin will davon natürlich nichts wissen.

http://drugscouts.de/node/831

http://www.hanfplantage.de/brix-im-s...men-11-02-2010
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Website: encod.org // Weitere Projekte:
hanfplantage.de hanfparade.de hanfmuseum.de hanflobby.de www.psi-tv.tk encod.de gruene-hilfe.de safer-clubbing.org
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Alt 12.02.2010, 01:34   #2
bluesky
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Zitat:
»Der Artz sagt, mir fehlt nichts, aber das stimmt nicht.«
Ok, aber im Gras wurde es doch nachgewiesen???
Zitat:
Es ist eine Flüssigkeit, die aus Zucker, Hormonen und flüssigem Kunststoff besteht.
Warum tut man denn Hormone rein? Teuer und wirkungslos. So würde ich jedenfalls nicht strecken.
Gibts zufällig noch irgendwo tiefergehende Infos dazu? Google liefert mir jedenfalls nichts und bisher halte ich das für eher zweifelhaft. 200 Personen ist ja nun auch irgendwie sehr wenig.
Die Zigarettenindustrie würde sagen: Es gibt keinen erwiesenen Zusammenhang mit Erkrankungen und Brix. Bin aber äußerst neugierig, falls da tragkräftigere Informationen vorhanden sein sollten.
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Alt 12.02.2010, 12:29   #3
LX
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Standard
Zitat:
Zitat von bluesky Beitrag anzeigen
200 Personen ist ja nun auch irgendwie sehr wenig.
200 Personen kennt allein der Konsument, um den es hauptsächlich in dem Bericht geht. Die Dunkelziffer wird um einiges höher sein.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis die tschechischen Methoden Einfluß auf unsere deutschen Politiker nehmen.
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Alt 12.02.2010, 19:33   #4
datschi
Moderator
 
Registriert seit: 22.02.2004
Beiträge: 759
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ich stamme ebenfalls aus der näheren region und kann das problem definitiv bestätigen. womit das gras letztendlich gestreckt wird, kann ich nicht sagen, aber die letzte zeit ist es echt schlimm geworden.

kann mich noch an mein letztes gras erinnern (dürfte schon 3 monate oder länger her sein), nach dessen genuss ich eine äußerst starke schleimbildung im hals bemerkte. weitere unmittelbare symptome waren kopfschmerzen, ein leichtes schwindelgefühl und ein stechen in der lunge.

dieses gras von dem ich rede hat in der tüte unheimlich stark geknistert bei jedem einzelnen zug. in der bong hat es nach dem abbrennen im aschenbecher wie eine wunderkerze gefunkelt. es ist noch leicht feucht und schwerer als normale buds. durch eine trocknung werden die buds steinhart. der geschmack unterscheidet sich stark von sauberen blüten und ist einfach nur ekelhaft. der preis für solches gras liegt übrigens meistens zwischen 8.50 und 10 euro.

könnte man das funkeln auf metallische rückstände zurückführen?

seither habe ich kein gras mehr gekauft und werde es auch in zukunft nicht mehr tun. das dope hier in der umgebung ist dafür 1a und in der regel wirklich nur schwach gestreckt.

macht mich wirklich traurig, dass ein naturprodukt, dass sehr billig produziert werden kann für einen noch größeren profit gestreckt wird.
__________________
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kiffen macht abhängig, darum häng ich ständig ab
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Alt 12.02.2010, 19:41   #5
Pusemuckel
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Standard
Zitat:
Zitat von datschi Beitrag anzeigen
könnte man das funkeln auf metallische rückstände zurückführen?
Du hast nicht zufällig noch Reste bzw. Verpackungsmaterial übrig/aufgehoben? Ich könnte das analysieren!!
__________________
Der Mensch braucht eine lange Zeit um so etwas zerbrechliches wie das Bewußtsein zu entwickeln und zu verstehen, daß er auf diese Fähigkeit sehr stolz sein kann. Er sollte sehr behutsam mit dem Bewußtsein umgehen!
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Alt 12.02.2010, 20:09   #6
datschi
Moderator
 
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Beiträge: 759
Standard
Zitat:
Zitat von Pusemuckel Beitrag anzeigen
Du hast nicht zufällig noch Reste bzw. Verpackungsmaterial übrig/aufgehoben? Ich könnte das analysieren!!
nein, leider (eigentlich sollte ich sagen zum glück) nicht.
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Alt 13.02.2010, 11:39   #7
bluesky
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Es ist ja nicht so, dass ich euch nicht glauben möchte, aber mir fehlt es hier echt an Indizien.
Was ist das nun für ein Zeug mit dem gestreckt wird? Kann das nicht jemand im Namen der Wissenschaft einkaufen und dem Puse zukommen lassen? Ich würde mich finanziell beteiligen.

Auch komisch, dass der Betroffene über 200 Leute mit ähnlichen Problemen kennt. Ich bin jetzt sicherlich nicht der sozial aktivste, aber ich komme selbst mit flüchtigen Bekanntschaften nicht auf 200 Leute. Und diese sollen dann auch noch allesamt die gleichen Symptome haben. Warum geht keiner dieser 200 anderen mal zum Artzt?
Warum wird in dem Bericht von jemandem beschrieben, dass die Wirkung vom Streckmittel kommen muss, obwohl der Konsum 6 Monate zurück liegt? Kann ja gut sein dass da etwas kumuliert, aber warum schädigt es den Körper erst nach einem halben Jahr? Woher weiß man, dass gerade Brix bei dem Gras zum strecken verwendet wurde? Dazu noch der Artzt, der nichts findet. Das deutet ja erstmal auf eine psychische Störung, wenngleich ich natürlich auch weiß, dass Ärtzte da nicht immer die gründlichsten sind mit ihren Untersuchungen.

Wenn da wirklich was dran ist, sollte man auch schleunigst was Unternehmen und entsprechende Untersuchungen einleiten. Bisher sehe ich hier aber nur Ungereimtheiten und nen subjektiven Erfahrungsbericht.
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Alt 13.02.2010, 20:52   #8
Pusemuckel
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Ich muß bluesky ausdrücklich zustimmen!! Egal ob es die teuren Hormone sein sollen, oder die angeblichen 200 Leute!! WIESO kommt das dann "nur" in ner "örtlichen" Zeitung?? OK, 200 Leute wenn das Kaff nur 500 hat und knapp die hälfte der Bewohner ab- und zu einen dampfen... da kommt man schnell auf 200, aber wenn ich von Demenz und einmaligem Konsum lese, dann werde ich doch stutzig!!! Ich hätte nur zu gerne ne Probe von dem Gras, denn dann könnte ich sie zumindest auf die Elemente analysieren!! Konkret auf Chemikalien kann ich es leider nicht, dafür braucht man Standarts damit das Analysegeräte weiß wonach es suchen soll...und die sind scheiße teuer!!!

Trotzdem glaub ich datschi, denn vor 1-2 Jahren war verseuchtes Gras in Norddeutschland und Hamburg auf dem Markt, und ich kenne Leute die in HH auch ziemliche Probleme (angefangen bei "nur" schlechtem Geschmack, über Kopfschmerzen und Übelkeit bis hin zu Bauchschmerzen und sonstigem Unwohlsein) hatten!!!
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Alt 13.02.2010, 22:01   #9
Azrial
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Zitat von datschi Beitrag anzeigen
ich stamme ebenfalls aus der näheren region und kann das problem definitiv bestätigen. womit das gras letztendlich gestreckt wird, kann ich nicht sagen, aber die letzte zeit ist es echt schlimm geworden.

kann mich noch an mein letztes gras erinnern (dürfte schon 3 monate oder länger her sein), nach dessen genuss ich eine äußerst starke schleimbildung im hals bemerkte. weitere unmittelbare symptome waren kopfschmerzen, ein leichtes schwindelgefühl und ein stechen in der lunge.

dieses gras von dem ich rede hat in der tüte unheimlich stark geknistert bei jedem einzelnen zug. in der bong hat es nach dem abbrennen im aschenbecher wie eine wunderkerze gefunkelt. es ist noch leicht feucht und schwerer als normale buds. durch eine trocknung werden die buds steinhart. der geschmack unterscheidet sich stark von sauberen blüten und ist einfach nur ekelhaft. der preis für solches gras liegt übrigens meistens zwischen 8.50 und 10 euro.

könnte man das funkeln auf metallische rückstände zurückführen?

seither habe ich kein gras mehr gekauft und werde es auch in zukunft nicht mehr tun. das dope hier in der umgebung ist dafür 1a und in der regel wirklich nur schwach gestreckt.

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kipp das weg!!! Es gab schon Leute im LDT die auch solches Knistergras (ala Wunderkerze hatten) und dann Nebenwirkungen hatten (glaube ich gelesen zu haben)
es wurde des öfteren die Hypothese aufgestellt das Knistergras wäre das mit Blei gestreckte!


p.s. bei Demenzartigen Syndromen muss ich gleich an an Manganismus Denken...
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...Diese Realität is langweilig...hat jemand ne neue?...

Geändert von Azrial (13.02.2010 um 22:04 Uhr).
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Alt 14.02.2010, 19:20   #10
Pusemuckel
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Ich hab mir inzwischen überlegt ob es sich evtl. um ne Art Plastifizierung wie z.B Angießen mit Glycerin handeln könnte!!!?? Dadurch nimmt die Pflanze das Glycerin auf, die von datschi geschilderten Symptome "leicht feucht" und schwerer könnten darauf hindeuten.... Stichwort Pflanzenkonservierung
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