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Alt 20.01.2006, 10:15   #1
Cpt. Schwing
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Cpt. Schwing
 
Registriert seit: 16.09.2003
Ort: Schwiiiizerländ
Beiträge: 616
Standard
Aktion Bantam-Mais: mitmachen erwünscht!!!
hola

vor wenigen wochen wurden drei gvo-maissorten in deutschland für den kommerziellen anbau zugelassen...
wem das nicht behagt, hat nun die möglichkeit sich an einer eher ungewöhnlichen protestaktion (in legalem rahmen) zu beteiligen!
mehr als ein bisschen garten (oder ähnliches) braucht man nicht... weiteres siehe hier:
http://www.bantam-mais.de/

Zitat:
Jeder, der sich an der Aktion beteiligt, kann seine Rechte voll ausschöpfen. "Privatpersonen und Betrieben, die Mais anbauen, haben Auskunftsrechte über Anbaustandorte von Gentechnik-Mais in ihrer Nachbarschaft. Ist ihr Mais gentechnisch verunreinigt, steht ihnen Schadenersatz zu. Der Golden Bantam kann – im Gegensatz zu patentiertem und Hybrid-Saatgut – weiter vermehrt werden. Je mehr Menschen aktiv ihr Recht wahrnehmen, gentechnikfreien Mais anzubauen und das Saatgut zu vermehren, desto besser können sie sich gemeinsam schützen", betonen die Initiatoren.
quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21819/1.html

MITMACHEN ERWÜNSCHT!!!!!!!!!!!!!!!


piiiiiiiiiiiis
cpt.
__________________
Die alten Griechen hatten sehr viel Kultur und gar kein Benzin.
Wir haben sehr viel Benzin...
Cpt. Schwing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2006, 09:57   #2
Pusemuckel
Moderator
 
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Registriert seit: 01.01.1970
Ort: Hinter den sieben Bergen
Beiträge: 4.661
Standard
Moin zusammen,

passend zum Thema "Genfood":
Zitat:
Durch Erbgut von Bohnen sollten widerstandsfähigere Erbsen wachsen. Aber Versuchstiere, die sie fraßen, wurden krank - weil sich Eiweiße unvorhersehbar verändert hatten.

Wer aus einer Erbse eine halbe Bohne machen will, muss mit unerwarteten Effekten rechnen. Gezeigt hat das kürzlich die Studie des australischen Biotechnologen Thomas Higgins von der "Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation" in Canberra. Aus Sicherheitsgründen wurde sein gentechnisches Experiment abgebrochen - und liefert damit neuen Zündstoff im Disput: Wie gefährlich sind aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellte Lebensmittel?

Vor einem Jahrzehnt begann Higgins Gene für ein Pflanzen-Eiweiß von der Bohne auf die Erbse zu übertragen. Das Protein schützt die Bohne vor dem Fraßfeind, und diese Eigenschaft sollte die Erbse erben: Durch das Bohnen-Gen produziert sie nun ein Bohnen-Eiweiß, das sie resistent macht gegen die Larve des Gemeinen Erbsenkäfers, die in Australien für einen Großteil der Ernteausfälle sorgt. Am Anfang verlief Higgins' Versuchsreihe wie geplant: Das neu entstandene Eiweiß verhinderte den Abbau von Stärke im Pflanzenmaterial. Die Erbsenkäfer-Larve konnte von der manipulierten Pflanze zwar fressen, so viel sie wollte, sie aber nicht verdauen - und verhungerte deshalb. Als der Forscher seine Erbsen-kreationen jedoch auf Verträglichkeit prüfte und an Feldmäuse verfütterte, traten Probleme auf. Nach kurzer Zeit waren viele der Versuchstiere lungenkrank.

Allergische Reaktionen ausgelöst
Was war die Ursache? Tiere, die mit den Bohnen gefüttert wurden, waren gesund geblieben. In den Erbsen hingegen hatten die durch das Bohnen-Gen entstandenen Proteine ihre ganz eigene Struktur gebildet. "Zuckerreste, die an den Enden der langen Eiweißkette hängen, haben sich durch den Gentransfer verändert", sagt Susanne Stirn vom Biozentrum der Universität Hamburg. Dieser modifizierte Zucker habe die allergische Reaktion der Feldmäuse ausgelöst.

"DNA und Protein verfügen über eine extrem hohe Variabilität", warnt Marcello Buiatti, Professor für Genetik an der Universität Florenz. "30.000 Gene kodieren 500.000 Proteine, da kann schon eine Menge schief gehen, bis hin zu neuen Proteinvarianten, deren Wirkungen man nicht kennt."

Besteht ein Risiko für den Menschen?
Besteht also ein Gesundheitsrisiko für Menschen, die Gentech-Lebensmittel essen? Möglicherweise, sagt Katja Moch, Biologin vom Öko-Institut in Freiburg. Für absolute Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen und daraus hergestellter Lebensmittel könne bei derzeitigen Testversuchen niemand garantieren. Zwar durchlaufen alle gentechnisch veränderten Pflanzen und daraus hergestellten Produkte aufwendige Prüfverfahren, bevor sie zugelassen werden.
..


Getestet werden aber nur bekannte Risiken, nicht mögliche Unwägbarkeiten. Dabei machte der schottische Genforscher Arpad Pusztai bereits vor acht Jahren ähnliche Erfahrungen. Er pflanzte Kartoffeln das Gen für giftiges Schneeglöckchenlektin ein, um die Knollen so besser vor Schadinsekten zu schützen. Laborratten, die diese Knollen zu fressen bekamen, erlitten schwere Organschäden. Sein aufwendiger Fütterungsversuch hat Pusztai davon überzeugt, dass es bei den gängigen Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Lebensmittel gravierende Testlücken gibt.

Tests nur im Schnelldurchlauf
Bisher laufen die Testverfahren alle nach dem gleichen Schema ab: Entstandene Proteine werden in ihrer Wirkungsweise zuerst nur mit bekannten Allergie auslösenden Eiweißen verglichen und dann nach ihren Risiken eingestuft. Ob eine manipulierte Pflanze oder ein Produkt verträglich ist, muss laut den Richtlinien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit nur in einem Schnelldurchlauf von 28 Tagen am Tier getestet werden.

Nachweisen ließen sich dabei höchstens akut giftige Effekte, sagt Katja Moch. Außerdem werde im Fütterungstest nur das neue Protein untersucht. Zufällige Veränderungen in der Gentech-Pflanze blieben meist unbemerkt. Nur dann, wenn bei Analysen ihrer Inhaltsstoffe gravierende Unterschiede zur ursprünglichen Pflanze gefunden werden, muss das manipulierte Gewächs 90 Tage lang an Tiere verfüttert werden. Erweist es sich im Prüfverfahren als problematisch, wird es nicht zugelassen.

Langfristige Fütterungsversuche an Tieren gibt es dagegen keine. Während die Genforscher hier also noch weitgehend auf das Prinzip von "Versuch und Irrtum" angewiesen sind, werden Nutztiere in Deutschland schon reichlich mit genmanipulierten Futtermitteln gefüttert.
http://www.stern.de/wissenschaft/ern...ng/553662.html


So long

Puse
__________________
Der Mensch braucht eine lange Zeit um so etwas zerbrechliches wie das Bewußtsein zu entwickeln und zu verstehen, daß er auf diese Fähigkeit sehr stolz sein kann. Er sollte sehr behutsam mit dem Bewußtsein umgehen!
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Alt 14.02.2006, 19:59   #3
choggo
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.07.2003
Beiträge: 253
Standard
Also ich hab mir schon 2 Päckchen von dem Mais bestellt. Werd ich wohl meinem Kumpel auch noch nahelegen.
__________________

choggo ist offline   Mit Zitat antworten
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