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Vollständige Version anzeigen : DMT Ayahuasca Analoge - Infos für Newbies - ausführlich


Gryf
14.01.2005, 05:56
So Leute, hier stelle ich einen brauchbaren wie ich meine Tekst rein.
Der ist verständlich was ich für gut befinde. Und der ist gut und hat Inhalt. Ist für einen Newbie (wie ich es auch war) leicht zu verstehen um was es in der ganzen Ayahuasca Analoge Sache geht.

Quelle: http://www.joergo.de/Ayahuana.html

Ayahuasca Analoge

Ayahuasca ist ein halluzinogenes, in der "richtigen" Dosis stark bewußtseinsveränderndes Gebräu aus verschiedenen Pflanzen, das insbesondere im oberen Amazonasgebiet von Kolumbien über Ecuador, Peru und Brasilien traditionell von indianischen Schamanen für Heilungsrituale eingesetzt wird und dort momentan ein kulturelles Revival erfährt. Westliche Suchende pilgern mittlerweile als Touristen in organisierten Gruppen zu den "Schamanenoriginalen" um ihre Zivilisationsschäden kurieren zu lassen oder zumindest etwas Authentisches zu erleben, daß ihrem Leben einen neuen Drall zu geben vermag. Brasilianische Sekten, in deren spirituellem Mittelpunkt die gemeinsame ritualisierte Einnahme von Ayahuasca steht, machen von sich reden. Insbesondere die erheblich in die Offensive gegangene Santo Daime (= Ayahuasca)- Gemeinschaft hat mittlerweile eine ganze Reihe von praktizierenden Ablegern auch bei uns in Deutschland. Ruth Fischer-Fackelmann beschreibt recht eindringlich den Weg ihrer persönlichen spirituellen Heilung direkt in die Arme dieser esoterischen Gemeinde in dem Buch "Fliegender Pfeil", aber ohne die entsprechenden Santo Daime-Erfahrungen schwer nachvollziehbar. Gleichzeitig ist in den westlichen Ländern in Folge der Publikationen vor allem von Terence McKenna und Jonathan Ott (, insbesondere seines sehr empfehlenswerten wissenschaftlich fundierten Buches "Ayahuasca Analogues") ein neues Interesse an Ayahuasca erwacht. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Entdeckung, daß die für die Zubereitung eines dem Ayahuasca analog wirkenden Gebräus notwendigen Wirkstoffe sich keineswegs nur in exotischen südamerikanischen Regenwaldpflanzen sondern auch in erheblich leichter zugänglichen und auch bei uns gedeihenden Gewächsen finden lassen. Hierzu unten mehr.
DMT

Bei Ayahuasca geht es um den in seiner reinen Form dem BtmG unterstehenden Wirkstoff N,N-Dimethyltryptamin, kurz DMT. Synthetisch hergestelltes DMT war bereits in den 60er Jahren ein bekanntes Psychedelikum. Wegen geringer Verfügbarkeit und seiner heftigen überwältigenden und oft als unkontrollierbar empfundenen halluzinogenen Wirkung genoß es in den USA aber keine besonders weite Verbreitung. Bei uns blieb es wohl nur ganz wenigen Hobbychemikern und ihrem neugierigen Bekanntenkreis vorbehalten. Es ist nur selten und in kleinen Mengen auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Zur Zeit werden für ein Gramm reines weißes oder weniger fein raffiniertes orangerotes bis braunes wachsartiges DMT-Pulver in rauchbarer Baseform Preise von bis zu 500 DM und mehr bezahlt. Ein ausgesprochener Luxus, auch wenn die typische Fullblown-Experience bereits mit 0,04 bis 0,05 Gramm, in einer Haschölpfeife oder auf andere Weise verdampft und in möglichst ein bis zwei tiefen Atemzügen inhaliert, zu erreichen sein soll. DMT muß in seiner reinen Baseform geraucht oder als Salz injiziert werden. Durch den Mund eingenommen, sprich oral, wirkt es nicht. Es sei denn...

Unser Körper verfügt über chemische Abwehrmechanismen, die verhindern sollen, daß wir von in den Nahrungsmitteln enthaltenen Substanzen, die unseren körpereigenen Botenstoffen ähneln oder gar mit ihnen identisch sind, überflutet werden. Ein nahrungsbedingtes Wechselbad von Vergiftungen würde unser Funktionieren in unangenehmer Weise beieinträchtigen. Nun sitzen wir nicht mehr auf den Bäumen, in ständiger Furcht vor Feinden und auf der Hut vor den Unbilden der Natur. Vielleicht können wir es uns mittlerweile erlauben, einige dieser Schutzmechanismen gezielt zu blockieren, um bestimmte Substanzen in uns soweit vordringen zu lassen, daß sie das Bewußtsein vorübergehend in andere Dimensionen driften lassen...

DMT ist eine extrem bewußtseinsverändernde Substanz, die in einer Reihe von Pflanzen und auch im menschlichen Gehirn nachgewiesen wurde. Das Überflutetwerden des Gehirns mit zusätzlichem DMT wird durch die sogenannte Monoaminoxidase, kurz MAO, verhindert. Nun gibt es Substanzen, die die Aktivität der MAO vorübergehend hemmen, sogenannte MAO-Hemmer. Zu den MAO-Hemmern gehören die beta-Carboline. Sie sind in zahlreichen Pflanzenarten nachgewiesen worden.

Zu der Gruppe der beta-Carboline wiederum gehören die Harmala-Alkaloide (Harmalin, Harmin u.a.).
HARMALIN

Sie sind der Wirkstoff verschiedener vor allem im Amazonasgebiet zur Zubereitung von Ayahuasca benutzter Schlingpflanzen mit dem botanischen Namen Banisteriopsis, insbesondere der Banisteriopsis caapi, des "Vine of the Soul". Die Schlingpflanze selbst wird wie das daraus gekochte Gebräu auch Ayahuasca genannt. Andere Bezeichnungen sind Caapi, Yaje und Yage. Für die Ayahuasca-Zubereitung werden die Stämme benutzt, in denen Wirkstoffgehalte von 0,05 bis fast 2 %, im Durchschnitt meist zwischen 0,2 und 0,6 % festgestellt wurden. Es überwiegt in den schwankenden Alkaloidmischungen das Harmin gegenüber Harmalin und Tetrahydroharmin.

In erheblich höherer Konzentration (durchschnittlich 2 bis 4 %) sind Harmala-Alkaloide in den Samen der Steppenraute enthalten, die botanisch Peganum harmala heißt. Dabei dominiert das gegenüber Harmin deutlich potentere Harmalin das Alkaloidgemisch. Die Steppenraute wächst in trockenen Gebieten von Spanien über Marokko und Ägypten und von Ungarn über die Türkei und Rußland bis nach Indien und Tibet. Sie hat sich auch in trockenen Gebieten der USA ausgebreitet. Die Steppenrautensamen stellen in ihren Herkunftsländern nach wie vor ein wichtiges Heilmittel dar. Sie werden unter anderem auch gegen den bösen Blick oder zur Tranceinduktion geräuchert und sind von den örtlichen KräuterhändlerInnen günstig zu erwerben. In der Türkei heißt die Steppenraute üzerlik und ein Kilogramm der Samen mag umgerechnet so an die 10 DM kosten. In Nordindien nennt man die Samen hermal oder isband. Dort sind sie noch günstiger erhältlich. In Nordafrika sind sie als harmel, mejennena oder besasa bekannt. Man weiß nicht, ob in den Verbreitungsgebieten der Steppenraute auch deren die orale DMT-Wirkung begünstigende Eigenschaft in sakralen halluzinogenen Tränken zur Anwendung kam und wieder in Vergessenheit geriet. Darüber gibt es in wissenschaftlichen Kreisen Spekulationen. Mögliche DMT-Lieferanten aus dem Pflanzenreich wachsen jedenfalls auch im Verbreitungsgebiet der Steppenraute.

Harmala-Alkaloide allein wirken in niedriger Dosis (entsprechend 2 bis 4 Gramm Steppenrautensamen) hypnotisch-meditativ-beruhigend. Manche empfinden die Wirkung auch als geistklärend und mental-anregend. Andere mögen die Wirkung nicht, nehmen sie aber für die Aktivierung des DMTs in Kauf. Hohe Harmala-Dosen, auf einmal oder durch Einnahme in kurzen Abständen kumuliert aufgenommen, wirken fast immer übelkeiterregend, erbrechenfördernd und stuhlgangbeschleunigend. Sie dämpfen den Kreislauf und erzeugen Schwindelgefühle. Auf der psychischen Ebene können sie bei Einzelpersonen zunehmende Halluzinationen, angefangen bei Lichtblitzen und Nachbildern, bei offenen Augen, aber insbesondere bei geschlossenen Augen farbige mahlstromartige Bildsequenzen bei verhältnismäßig erhaltenem Ego und energetisiertem aber niedergeschmetterten Körpergefühl begünstigen. Typischer ist scheint ein Überwältigtsein von der als negativ empfundenen körperlichen Symptomatik in Kombination mit einem gedämpften Zustand im Kopf zu sein. Diese unangenehmen Erfahrungen haben dazu geführt, daß manchenorts den Harmala-Alkaloiden eine halluzinogene Wirkung pauschal abgesprochen wurde. Dem würde ich, schon aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, so nicht beipflichten. Wahrscheinlich wurde von den südamerikanischen Indianern zuerst die starke Wirkung der Harmala-Alkaloidhaltigen Lianen entdeckt. Durch Experimente mit allen möglichen Zutaten, vielleicht auch durch Intuition, Eingebung oder Vision, wer weiß, stießen sie auf die außerordentliche Verstärkung und auch qualitative Veränderung des Rausches durch die Zutat bestimmter , wie wir heute wissen, DMT-haltiger Pflanzen. Die aus Sicht der heutigen Pharmazie verblüffende Kombination, die das Charakteristische des Ayahuasca-Gebräus ausmacht, wurde gefunden. In ihr spiegelt sich das ganze innige Verhältnis, das die Regenwaldindianer zu ihrem lebendigen Kosmos hatten und teilweise noch haben.

Wir kennen jetzt die zwei wichtigsten Lieferanten von MAO-Hemmern, wobei den Steppenrautensamen üblicherweise der Vorzug gegeben wird. Sie sind leichter erhältlich, preiswerter, potenter und einfacher in eine einigermaßen konsumentenfreundliche Form zu bringen. Dazu werden sie üblicherweise zermahlen. Manchmal werden sie der Einfachheit halber schon in dieser Form eingenommen. Üblicherweise werden sie aber in mehreren Gängen durch langes Kochen in Wasser, das zur Verstärkung der Löslichkeit auch angesäuert werden kann, mit anschließendem Abfiltern durch ein Tuch ausgelaugt. Die erhaltenen gelbbraunen und unter UV-Licht fluoreszierenden Abkochungen können abgekühlt getrunken werden. (Exkurs: Dort wo die lebende menschliche Haut oder auch die Mundschleimhäute mit dem Harmala-Extrakt in Berührung kommen, werden sie im UV-Licht noch lange leuchten. Daran lassen sich Harmala-Freaks auf Blacklight-Parties leicht identifizieren. Check it out, Babies!) Da sie aber fürchterlich schmecken, geht man meist noch einen Schritt weiter. Man kocht sie soweit ein, bis ein zäher Extrakt entsteht, den man in Kügelchen oder Würste formen kann, die beim Abkühlen nachhärten. Gemessen an der für die Extraktion abgemessenen Samenmenge werden gebrauchsfertige Stücke gerollt oder geschnitten, die zum Beispiel einer Ausgangsmenge von 4 Gramm Samen entsprechen und damit eine typische Dosis des Harmala-Anteils für eine Ayahuasca Analog - Portion darstellen. Der zähe schwarzbraune Extrakt läßt sich an einem kühlen und trockenen Ort im Dunkeln lange lagern. Pudern mit Bärlappsporen verhindert das Aneinanderbacken der portionsfertigen Stückchen.

An dieser Stelle muß eine Warnung ausgesprochen werden: Harmala-Alkaloide sind MAO-Hemmer. Und solange die MAO blockiert ist, fehlt unserem Körper der Schutz vor bestimmten kreislaufbelastenden Substanzen. Deshalb dürfen am besten 24 Stunden vor und nach Einnahme von Harmala-Alkaloiden bestimmte Nahrungsmittel, Drogen und Medikamente nicht eingenommen werden. Dazu gehören: Alkohol, Beruhigungsmittel, Antiallergika, Opiate, Stimulantien, Meskalin, Muskatnuß, ätherische Öle, Koffein, alter Käse, Bananen, Ananas, Tyrosin-haltige Lebensmittel wie Fisch, Geflügelleber, Pferdebohnen, Chiantiwein usw. usf.. Am besten ist es, wenn man einen ganzen Tag vor Einnahme von Ayahuasca bis auf Wasser nichts zu sich nimmt und auch nach dem Trip noch einen Tag fastet, bevor man wieder mit leichten Mahlzeiten anfängt. Die Indianer praktizieren noch viel längere Diät- und Enthaltsamkeitsvorschriften. Fasten dient auch der mentalen Vor- und Nachbereitung der Reise und aus einem leeren Magen kotzt es sich besser und weniger. Aber dazu unten mehr. Andererseits muß entschärfend hinzugefügt werden, daß die Harmala-Alkaloide nach unbestätigten Undergrounderfahrungen mit zu den verträglichsten und kurzwirkensten MAO-Hemmern überhaupt zu zählen scheinen. So verstärken und verändern sie beispielsweise die Wirkung von Psilocybinpilzen, Cannabis, niedrigen Dosen von Alkohol, Coffein und Amphetaminen und wurden ohne nachteilige Folgen mit ihnen kombiniert. Auch Diätvorschriften wurden ohne Konsequenzen mißachtet. Aber solange hierüber keine eingehenden Untersuchungen vorliegen, ist natürlich äußerste Vorsicht angebracht. Besonders gefährlich scheint zumal die gemeinsame Einnahme mit "Ecstasy" (MDMA u. ähnliche Substanzen) zu sein (Überhitzung, Kreislaufkollaps).

Bei den seit langer langer Zeit verwendeten klassischen südamerikanischen DMT-Lieferanten handelt es sich einmal um die Blätter der Chagropanga-Liane (Diplopterys cabrerana) und zum anderen die Blätter des Chacruna-Strauches, von dem es verschiedene botanische Arten gibt, die selbst Experten kaum auseinanderhalten können. Am gebräuchlichsten sind die Blätter von Psychiotria viridis, die auch Bestandteil des Santo Daime sind, und die der Psychiotria carthaginiensis, bei der es sich lediglich um eine lokale Abart der viridis zu handeln scheint. In ihnen wurden schwankende DMT-Gehälter gefunden, von praktisch nix bis zu fast 0,7 %, im Schnitt 0,2 %. In 4 Chacropanga-Proben wurden Gehälter zwischen 0,17 und 1,75 % analysiert, immer bezogen auf das Trockengewicht. ( Eine aus den traditionellen Zutaten zubereitete Ayahuasca-Portion enthielt im Durchschnitt aus verschiedenen Untersuchungen um die 0,03 Gramm DMT und etwa 0,15 Gramm beta-Carboline pro Dosis. Die Indianer trinken nicht selten mehrere Portionen während der nächtlichen Zeremonien. Auch sind wohl manchenorts erheblich höhere "heroische" Dosierungen als die bislang analysierten nicht ungewöhnlich.) Die bewährten Psychiotria-Blätter sind mittlerweile auch bei uns zu zunehmend erschwinglichen Preisen im einschlägigen Fachhandel für ethnobotanisches Anschauungsmaterial zu erwerben, wobei die botanischen Angaben der Vertreiber selbstverständlich mit einer gewissen Skepsis zu prüfen sind. Dort ist auch ein weiteres Pflanzenprodukt erhältlich, das zwar kein Bestandteil des klassischen Ayahuascas ist, aber sich in Brasilien des Rufes erfreut, Zutat zu einem traditionellen Rauschgetränk namens "Vinho de Jurema" gewesen zu sein. Es handelt sich um die Wurzelrinde eines Baumes mit der botanischen Bezeichnung Mimosa hostilis. Da vermutlich dieselbe Baumart zuerst aus Mexiko als Mimosa tenuiflora beschrieben wurde, sollte dies wohl die botanisch korrekte Bezeichnung sein. Aus der Wurzelrinde wurden fast 0,6 % DMT isoliert. Neuere Analysen sollen erstaunliche Gehälter von bis über 1 % und im Schnitt vielleicht 0,8 % ergeben haben!!! Die Wurzelrinde riecht geradezu nach DMT (charakteristisch aromatisch, irgendwie an indische Parfüms oder dergleichen erinnernd). Sie ist wohl der erste zuverlässige nichttraditionelle Ayahuasca Analog - Bestandteil, der bei uns auf dem legalen Markt erhältlich ist. Der rötlichbraune Extrakt aus nur 4 bis 8 Gramm der Wurzelrinde kann bereits eine ausgesprochen intensive Erfahrung katalysieren.

Zahlreiche andere Pflanzen sind auf Grund chemischer Analysen als DMT-Lieferanten im Gespräch (,siehe hierzu Jonathan Ott). Die ganze Geschichte hat nur einen Nachteil: Die Vermutung eines DMT-Gehaltes basiert oft nur auf einzelnen, teilweise schon Jahre zurückliegenden Analysen. Häufig tritt DMT nicht alleine auf, sondern in Kombination mit anderen psychoaktiven Tryptaminen, die den Rausch "verfälschen" können. Dabei sind in der Natur schwankende Wirkstoffgehälter und schwankende Wirkstoffanteile an der Tagesordnung. Auch können von Menschen bislang kaum angetestete Pflanzen körperlich unverträgliche oder gar schädigende Substanzen enthalten, von denen wir noch nichts wissen. Das kann die Einnahme eines Pflanzenextraktes, in der Hoffnung er enthalte DMT, zu einem gefährlichen Spiel machen, insbesondere dann, wenn man nicht einmal die Regel des sich vorsichtig und zuerst mit niedrigen Dosierungen Herantastens beachtet.

Zu den Pflanzen, die mit als erstes als mögliche DMT-Lieferanten in Frage kamen, gehört die Wurzelrinde einer in den USA verbreiteten Pflanze mit botanischem Namen Desmanthus illinoensis. Es stellte sich jedoch heraus, daß der DMT-Gehalt meist nicht so hoch ausfiel, wie zuerst analysiert. Auch schien die Wurzel noch andere wenig verträgliche Substanzen zu enthalten, so daß die Desmanthus illinoensis-Ayahuasca Analog-Erfahrung bisweilen mehr die eines stundenlangen Krank- und Vergiftetseins mit fürchterlicher Übelkeit, Erbrechen und fiebrigen Träumen wurde, wie ich aus eigener Erfahrung zu berichten weiß.

Begeistert waren die Psychedeliker zunächst auch von der Vorstellung ein einfaches auch bei uns prächtig gedeihendes Gras, daß sich durch Rasenmähen mehrmals im Jahr würde ernten lassen, könnte der DMT-Lieferant der Zukunft sein. Es handelt sich dabei um bestimmte Phalaris-Arten, insbesondere Phalaris arundinacea, von dem sogar besonders potente Varietäten vom Typ "Killer strain" ausgemacht und als Samen oder Ableger in den ethnobotanischen Handel gebracht wurden. Man mußte jedoch lernen, daß auch hier der Wirkstoffgehalt meist sehr niedrig ausfällt und das Gras überhaupt erst durch eine bestimmte Beschneidungstechnik zur Tryptaminbildung angeregt wird. Zudem bestand das Wirkstoffgemisch anscheinend oftmals überwiegend aus 5-Methoxy-DMT (auch 5 Meo-DMT), das zwar geraucht potenter als DMT ist, aber dessen stark körperliche, energetische und wenig visionäre Wirkung in Ayahuasca Analogen nicht erwünscht ist. Außerdem enthält das Gras toxische Substanzen, die anscheinend für Weidevieh mitunter tödlich sein können, und für Menschen lieber auch nicht auf dem Speisezettel stehen sollten. Heute wird aus Phalaris allenfalls auf nicht ganz unkompliziertem chemischem Wege ein rauchbares Tryptamingemisch gewonnen.
5-MEO-DMT

Aus den DMT-haltigen Pflanzenteilen kann praktisch auf dieselbe simple Weise wie aus den Steppenrautensamen ein flüssiger oder fester Extrakt gewonnen werden. DMT in seiner basischen Form ist jedoch nur schwer in Wasser löslich. Es wird deshalb meist leicht angesäuert, zum Beispiel mit Zitronensäure oder Essigsäure. Mit konzentriertem Alkohol (Weingeist) läßt sich das DMT noch besser ausziehen. Der nach dem Abdampfen erhaltene Festextrakt wird entweder in portionierte Kugeln gerollt oder sollte er pulvrig ausfallen, in möglichst große Kapseln abgefüllt. Es wird darauf geachtet, daß die Dosierungen einigermaßen überschaubar an dem eingesetzten Ausgangsmaterial orientiert ausfallen.

Zur eigentlichen Einnahme eines Ayahuasca Analoges werden die Harmala-Alkaloid-Fraktion und die DMT-Fraktion entweder gleichzeitig heruntergespült (,im Falle fester "Bobbel" oder Kapseln langt Wasser, ansonsten wird es wohl eher ein Runterwürgen,) oder zeitlich verzögert, zunächst der Harmala-Extrakt und dann nach einer halben bis einer Stunde, wenn dieser deutlich zu wirken angefangen hat, der DMT-Extrakt. Angenommen man hat sich für die zweite Methode entschieden, dann treten üblicherweise nach 20 bis 30 Minuten die ersten Symptome einer DMT-Wirkung auf, Energetisierung, bei zunehmender Veränderung der Wahrnehmung und was weniger angenehm ist, Übelkeit. Jetzt ist Disziplin angesagt. Je länger das "Gift" im Magen behalten wird, desto mehr Wirkstoff kann resorbiert werden. Meist dauert es nicht mehr allzulange, dann setzt "reinigendes" Erbrechen ein. Jetzt rächt es sich, wenn man nicht gefastet hat. Auch später kann es noch zu Erbrechen und explosionsartigen Darmentleerungen kommen. Sie gehören bei den Indianern zur körperlichen und spirituellen Reinigung dazu. Danach scheint möglicherweise ein kurzer Moment der Klarheit zu folgen, die Ruhe vor dem Sturm und spätestens darauf bricht die DMT-Erfahrung mit geballter Kraft herein. Der intensivste Teil der Erfahrung dauert bei niedrigeren Dosierungen vielleicht eine Stunde plus eine weitere Stunde auf etwas gesetteltem Niveau. Es folgen ein bis drei Stunden des Herabkommens noch stark geprägt von dem gerade Erlebten, gedankenverloren und/oder voller positiver Energie und emotional geöffnet. Die "heilende" energetische Wirkung der Erfahrung kann noch den ganzen nächsten Tag und darüber hinaus anhalten. Höhere DMT-Dosierungen können eine gewaltige Intensivierung der Erfahrung bewirken, deren "Plateau" sich dann dementsprechend auf bis zu vier Stunden verlängern mag.

Mit der Beschreibung der Ayahuasca-Erfahrung haben sich schon Einige an anderer Stelle abgemüht. Sie ähnelt anderen psychedelischen Erfahrungen, insbesondere denen mit hohen Dosen von Psiloc(yb)in-Pilzen, fällt aber doch deutlich anders aus. Die Ayahuasca-Erfahrung ist in jedem Fall superindividuell. Sie zeigt gnadenlos auf, wo du stehst. Sie verbindet dich mit dem was ist. Insofern kann sie intensiver sein als jede konventionelle Therapieerfahrung. Sie bietet die Chance mit sich zumindest in Teilen ins Reine zu kommen oder vollständig auseinandergenommen zu werden. Unausgereiftes, Themen, die nach Bearbeitung lechzen, drängen sich immer wieder in den Vordergrund. Das Ganze wird insbesondere bei geschlossenen Augen illustriert von ausgesprochen farbigen Halluzinationen und Visionen. Diese nehmen mit der Dosis an Intensität, Farbigkeit und Involviertsein zu. Wer weniger mit Psychothemen belastet ist, den kann die Erfahrung im wahrsten Sinne des Wortes in äußerst plastische völlig andere Sphären versetzen. Von derartigen Welten, allerdings in einem kulturell völlig anderen Kontext, berichten die ausgezeichneten "Ayahuasca Visions" des Malers und Schamanen Pablo Amaringo. Während der besonders in höheren Dosierungen überwältigenden Reise wird die Kontrolle weitgehend abgegeben. Es ist nicht so, daß sich die Erfahrung nicht beeinflussen läßt. Dies ist die Kunst der indianischen Schamanen, die mittels Gesang, Musik, Körperhaltung und ritualisierter Handlungen, die Ayahuasca-Erfahrung zu strukturieren und in eine heilsame Richtung zu lenken vermögen. Auch durch Denken und Visualisieren läßt sich Einfluß auf das aus dem Inneren Steigende nehmen. Gegenüber äußeren, insbesondere akustischen Reizen besteht eine hohe seelische Sensibilität. Am falschen Ort, zur falschen Zeit genossen kann das Erleben zu einer ausgesprochenen Höllenfahrt in die Seele werden.

Es wird deutlich, daß es sich bei Ayahuasca Analogen nicht um einen neuen Partyspaß handelt. Sie bergen letztlich dieselben psychischen Risiken, die auch mit der Einnahme anderer starker Psychedelika verbunden sind. Labilen Persönlichkeiten und in Krisen befindlichen Menschen ist generell von der Einnahme derartiger Substanzen abzuraten. Aber wer will schon weise sein und sich in einer konsum- und protzorientierten Gesellschaft eingestehen, daß gerade in seinem Falle Zurückhaltung angesagt ist.

Natürlich wäre es besser, wenn Ayahuasca (Analoge) nur in einer kulturell integrierten Weise, in einem rituell strukturierten Rahmen und von erfahrenen Heilern, Schamanen oder Therapeuten begleitet, eingenommen werden würden. Trutz blanke Hans und alledem, die spirituellen Bedürfnisse und der Wunsch nach "Heilung", sich im kosmischen Spiel besser zu verstehen, vielleicht auch nur die nackte Neugier, die selektive Tunnelrealität des "Normalen" zu transzendieren,oder der Wunsch etwas Besonderes zu erleben oder zu überleben, um sich persönlich aufzuwerten, liegen nicht wenigen Leuten so sehr am sehnsuchtsgeplagten Herzen, daß sie ein für Ottilie Normalverbraucherin derart obskures Zeug wie Ayahuasca (Analoge) zu sich nehmen und nehmen werden.



az

Weiterführende Informationen:
http://www.erowid.org/chemicals/chemicals.shtml

achilles
14.01.2005, 17:48
mag ja verständlich sein aber wenn man wie du es ausdrückst ein newbie is dann is das schon verdammt ausführlich ( aber für die die nich lese faul sind garantiert toll :lol: )

Gryf
14.01.2005, 20:42
Benutzt man das Wort "Newbie" nicht mehr im Netz? Man binn ich alt geworden.

Ein Newbie ist doch einer, der nach Erfahrung sucht. Nach Infos. Nicht verwechseln mit "Drufis" (schnel mal was einwerfen um Hauptsache gut abzufeiern)

Nun ja, wer sucht der findet. Wenn jemand wirklich Ayahuasca anwenden will, der braucht schon ein bischen Achtung davor sowieso. Da gehört sowieso eine Portion Selbstaufopferung dazu.

Wo ich mit dem Suchen nach Ayahuasca anfing, hab mir 3 Bücher gekauft die eigentlich gar nichts sagten. ja toll die ganzen Geschichten und Erfahrungen aber was es genau ist stand nirgends und wie es genau angewendet wird und aus was und wie. Als ich den Tekst hier im Netz fand, dachte ich, wenn Jemand das gelesen hat, dann weiss der schon was mit Ayahuasca gemeint ist und zwar ganz genau.

Das lesen wird wohl die kleinste Hürde sein in der Vorbereitung. Dazu kommt noch die MAO-Diät oder gar Fasten was laut th 3 Tage dauern soll.

Dazu kommt dann das beschriebene sich entleren. Was auch nicht ohne gewissen Opfer an sich selber geht.

Ayahuasca an sich verlangt Opferung von sich selber wie th schon sagte.

Also nach dem Tekst ist ein Newbie schon ein Schritt weiter und weiss genau auf was der sich einstellen kann, wenn der es mal erfahren will.

Die Anfänger Frage bei Ayahuasca ist immer "Was ist das für eine Pflanze". War bei mir auch so.

reppi
15.01.2005, 06:41
Sodala...die FAQ wurde mit diesem thread verlinkt. Ich hoffe geholfen zu haben :wink:

Gryf
15.01.2005, 09:36
Ja?

O Danke, das ist echt eine Ehre ein Teil des FAQ zu sein. :vielposten:

Gryf
16.01.2005, 07:24
Hmm, vieleicht könnte jemand was brauchbares über die Diät schreiben/verlinken und über die Musik (Art, Beispiel mit Tittel) die man für den Trance benutzt. Ich hab mal gelesen, ein Schamane der begleitet pfeift eine Melodie. Ich gehe davon aus, dass die Musik urhaft sein muss, soll.

Vieleicht reichen einfache Tromeln als Musik?

Oder hat einer einen echten Tip?

Oder soll man am besten 3 Tage fasten? Oder soll man doch etwas bestimmtes essen? Habe was über Bannanen und Fisch gelesen wegen Serotonin, dass man während der Diät die essen soll.

LX
16.01.2005, 09:27
ich habe mit datschi mal ne reportage über urwaldbewohner gesehen

zufällig hatten die am schluss der reportage auch ein ayahuascaritual gezeigt, und da hat der schamane die visionen besungen, die er gesehen hat

also hat er gesungen, was er sah, um sie zu kontrollieren und zu verändern

th
16.01.2005, 16:26
das singen nennt sich chanten, habe noch irgentwo nen text drüber rumfliegen, muss ich aber suchen. ansonnsten werden oft auch trommeln verwendet um sich in eine art trance zu bringen. kann man auch ausproieren. wenn mangrad keine trommeln dabei hat kann man auh mal ein wenig mit mantren rumexperimentieren. einfach kappe silben rythmisch vor sich hindenken/leise sprechen. am besten atmung in den rythmus anpassen.

Montypython
19.05.2010, 17:42
Hmm... Weiß jemand etwas zum DMT-Gehalt von Yopo / Cebil - Samen ?

th
19.05.2010, 17:54
Hauptsächlich Bufotenin

Montypython
19.05.2010, 18:00
Also kann ich mir eine schöne , starke visuelle Wirkung abschminken :heul: ?

Also kurz und bündig : Lohnt es sich diese für ein Ritual zu bestellen , oder eher nicht ?

phalaris
19.05.2010, 18:19
Nein.

Kazenga
19.05.2010, 20:54
Also kann ich mir eine schöne , starke visuelle Wirkung abschminken :heul: ?

Also kurz und bündig : Lohnt es sich diese für ein Ritual zu bestellen , oder eher nicht ?

Nein die gibt es schon, aber man muss mit Kalk mischen. Pur bringt es kaum Effekte bis ausser riesige Teller Yellow_Colorz_PDT_37.

Mit Kalk vermischt kann es aber ganz schön hefitg sein, da ist bei der Dosierung vorsicht geboten! Und auch beachten das Cebil Samen weniger Bufotein als Yopo haben.

Manche Leute sprechen auch davon dsa es rauchbar eine Wirkung zeigt, habs aber noch nicht ausprobiert da es durch die Öle entprechend schmecken soll.....

th
19.05.2010, 21:04
Bufotenin extrahiert soll ganz nett sein, einfach mal im dmt-nexus nachgucken

phalaris
19.05.2010, 22:40
Sorry, was soll es bringen Bufotenin zu Extrahieren?
Das Zeug hat nur Nebenwirkungen. Die Betonung liegt auf NUR.
N-N-DMT Quellen gibt es genug. Das gilt auch für 5-Meo.

AlabamaBob
19.05.2010, 23:42
@phalaris,
es gibt auch Stimmen zB. auf erowid, welche Bufotenin aus Anadenanthera sp. als potentes psychodelikum feiern, was aber tatsächlich im krassen Wiederspruch der Vielzahl der meisten Quellen steht. Auch hier wurde die Substanz per S/B-Extraktion gewonnen und anschließend als freie Base verdampft. Die Erfahrungsberichte lassen aber eher andere Dimethyltriptamine als Bufo. schließen.
Erklärung:
Nach verschiedenen chem. Analysen, wurden diverse Tryptamine aus Anadenanthera sp. (hier vorallem columbrina und peregrina) isoliert. Insbesondere N-N-DMT, 5-Meo und Buf. wurden gefunden. Bei Betrachtung der diversen Analysen kam wiedersprüchliches heraus, in manchen Proben von columbrina und peregrina fand sich nur Bufo in anderen dagegen nur N-N- und 5-Meo. Der Sachverhalt wurde von mir jetzt nur extrem vereinfacht dargestellt, die Hypothese in der Fachwelt lautet folgendermaßen:
In frischen Samenmaterial von A. columbrina, wie auch peregrina finden sich vor allem N-N- und 5-Meo, in älteren Material dagegen überwiegend Bufo.
N-N- und 5-Meo sollen lautder Fachwelt zu Bufo mit der Zeit oxidieren.
Ob diese Hypothes zutrift, kann und will ich nicht beurteilen, halte sie aber für sehr plausiebel.

Der Bericht/Berichte auf erowid welcher oben erwähnt ist, fand übrigens in Brasilien statt, wo frisches Material in rauhen Mengen zu verfügung steht;).
Irgendwo hier auf Alraune gibt es einen Thread wo der Sachverhalt schon einmal diskutiert wurde, ansonsten ist er auch unter anderem in der Enzyklopädie nach Rätsch nachzulesen.

Jaja ein hochspannendes Thema diese Dimethyltryptamine
Ansonsten ist zu sagen, wie phalaris es schon erwähnte, es gibt bessere Quellen für N-N- und 5Meo!!!:flower:
Zum Thema des rauchens der Samen, aufgrund des hohen Fettgehaltes der meisten Samen ist dies schon eine extrem wiederliche Erfahrung, so das man davon abstand nehmen sollte. Gerade dieSamen von A. columbrina und peregrina schmecken geraucht extrem wiederlich *kotzsmiley* also laßt es gefälligst :< :-< :wink: .

th
20.05.2010, 18:48
Sorry, was soll es bringen Bufotenin zu Extrahieren?
Das Zeug hat nur Nebenwirkungen. Die Betonung liegt auf NUR.
N-N-DMT Quellen gibt es genug. Das gilt auch für 5-Meo.

Laut DMT-Nexus ein weit verbreitetes vorurteil, gibt da einige informationen zu

Montypython
20.05.2010, 20:49
Hmm...
Ich glaube einen Test ist es wert !
Im Endeffekt habe ich die Wahl :
10g Cebil oder 1 Meskalin Trip. Ich meine : Meskalin ist bewährt , Cebil hatte ich noch nie. (DMT hatte ich bisher eh nur in extrahierter Form).

Könnte mir jemand vielleicht irgendeinen Link geben im Nexus wo was gutes über Cebil steht ? Wäre sehr nett :)

(Außerdem : Den Kalk bekomme ich doch in der Apotheke , oder ?)

th
20.05.2010, 20:59
aber nicht in kombi mit mao-hemmer!

Montypython
20.05.2010, 21:05
Ich denke ich werde die Samen als erstes in Rohform antesten.

Dann versuche ich mich mit einem Extrakt (in Essig kochen und dann verdampfen lassen (?)) Habe da wenig Ahnung...

Im Nexus auch war auch von Aceton die Rede...
Hat jemand eine Ahnung von der Bufotenin-Extraktion ?
Finde da echt irgendwie nicht , vorallem da meine Englischkenntnise beschränkt sind.

Habe nur das hier gescheides gefunden :

mixed the toasted freebased snuff powder with 99%iso in a shallow jar, shook it for a while and let it settle and sucked up the alcohol with a glass eye dropper...takes a few minutes but its better than a filter..

Did that 2 times, then put it in a glass dish, came back an hour or 2 later and there was some crap that dropped out of solution so I sucked up the alcohol once again and evapped it..

Was meint er mit ,,Toasted Freebased Snuff ?''
Außerdem verstehe ich ''settle and sucked up the alcohol with a glass eye dropper...takes a few minutes but its better than a filter..'' und ''then put it in a glass dish, came back an hour or 2 later and there was some crap that dropped out of solution so I sucked up the alcohol once again and evapped it..''

Könnte mir da jemand bitte eine Anleitung schreiben , ich meine im Endeffekt habe ich sie ja indirekt gefunden...bloß verstehen tue ich sie nicht :(

Montypython
21.05.2010, 16:03
So : Ich denke ich weiß wie es geht :

Zuerst brät man die Samen leicht an , dann gibt man sie für 10 Minuten in Aceton oder Ammoniak . So erhält man die Free-Base.
Dann nimmt man das Samenmaterial und gibt es in Isopropanol , man lässt es für sagen wir mal 2 Stunden stehen und lässt dann das Isopropanol abdampfen , was über bleibt ist Bufotenin ?

Irgendein Chemie-Genie vor Ort ?

th
22.05.2010, 00:17
also ein chemie-genie bin ich sicher nicht, aber aceton wird das ganze nicht basisch machen. und ammoniak... du willst dir das doch durch die nase ziehe...

Montypython
22.05.2010, 10:10
Dann vielleicht einfach in Wasser einlegen und den PH-Wert entsprechend verändern (basisch machen). Dann das basische (bloß dann das Wasser + Pflanzenmaterial , oder nur Pflanzenmaterial ??) trocknen und in Isopropanol geben , einlegen und dann das Isopropanol abtropfen lassen. Iso verdampfen lassen > fertig.

Die andere Idee wäre es :
Samen ''toasten'' dann mit Kalk mischen , PH Wert testen. Wenn es basisch ist , die Mischung in Isopropanol einlegen für sagen wir mal 2 Stunden und danach das Isopropanol abtropfen lassen und es dann langsam verdampfen . Fertig.

th
22.05.2010, 13:03
wenn du nicht extrahieren willst guck mal hier (http://ecstatic-universe.net/viewtopic.php?f=14&t=531)

Montypython
22.05.2010, 13:33
Cool th !
Danke !

Ich würde dann nämlich 5 Samen nehmen (laut Deines Links wären das ungefähr 0,5g ) leicht rösten und dann mit Calciumhydroxid schnupfen.
Das meist genannte Verhältnis ist ja 3/1 , d.h 0,5g Cebil und ca. 0,2g Calciumhydroxid.
Könnte ich eventuell es auch mit Natriumhydrogencarbonat snuffen ?

Vielleicht versuche ich es zu extrahieren so wie hier beschrieben :

http://forum.alraune.org/archive/index.php/t-8876.html

Eine kleine Frage noch : Extrahiert man bei dieser Anleitung nur Bufotenin heraus oder auch 5-Meo-DMT etc. ?

Montypython
24.05.2010, 20:43
Weiß keiner da was ?
Am wichtigsten ist es ja , ob ich es mit Natriumhydrogencarbonat sniefen kann ??

Habe sogar noch eine einfachere Methode gefunden :

Zuerst toastet man die Samen und stellt eine Paste mit Kalk her.
Dann gibt man diese einfach in Isopropanol , lässt es stehen und lässt dann das Isopropanol verdampfen.

(Aber funktioniert die Methode wirklich ??)

Montypython
25.05.2010, 11:54
Soo :D Heute war Schluss mit Reden und Planen , heute ging es ran an den Speck.

Ich nahm 10g Samen ~ 70 Samen (wobei bei meiner Ungeschicklichkeit wahrscheinlich 15 irgendwo jetzt mit dem Dreck im Müll liegen) und toastete sie leicht in der Bratpfanne. Dann habe ich sie kleingehackt (mit Schalen ) da ich nichts zum Mahlen hatte , hatte auch nicht wirklich Lust dazu.
Als nächstes gab ich ca. 4g Natriumhydrogencarbonat hinzu.
Das ganze wurde in etwa 25ml lauwarmes Wasser gegeben.
Dann kippte ich einfach mal noch ca 50ml Essig dazu. (Schäumte ganz schön ;))
Die Lösung ließ ich jetzt für ca. eine halbe Stunde stehen.
Dann gab ich nach augenmaß ca 65ml Isopropanol hinzu. Das ganze steht jetzt in einem Glas und das wird es noch wahrscheinlich 1-2 Tage lang tun.
Dann werde ich einfach alles was fest ist rausfiltern und dann verdampfen lassen.

Der PH-Wert liegt übrigens bei ca . 7,4. Super !
Was ich mir nach dem verdampfen erhoffe sind Bufotenin (+ paar Nebenstoffe). Wie ich es konsumieren werde - weiß ich noch nicht.
Ich denke rauchen oder nasal. Ich weiß nicht was besser wäre .

Da würde ich mich über Eure Anregungen dazu freuen ;)

Liebe Grüße :runningdog:

AlabamaBob
25.05.2010, 15:39
Ehrlich gesagt ist es mir schleierhaft, was du mit diesen Verfahren bezweckst.
Die Vorgehensweise bei "normalen" Säure/Base-Extraktionen ist anders, vielleicht solltest du dich noch ein wenig intensiver mit der Materie beschäftigen und die chemischen Hintergründe studieren (dazu zählt selbstverständlich auch der sachgerechte Umgang mit Säuren und Basen, sowie der organ. Lösemittel).
Dennoch wünsche ich gutes gelingen!

Du wirst wohl mit diesen Verfahren auch (suboptimal) dein Ziehlwirkstoff extraieren, vorallem aber viel Schlonz.

Montypython
25.05.2010, 17:08
Hmm... okay . Danke.
Ich frage mich jetzt wie ich das Dosieren werde :D
Wahrscheinlich einfach das Endprodukt durch 6 teilen...

th
25.05.2010, 18:34
Ehrlich gesagt ist es mir schleierhaft, was du mit diesen Verfahren bezweckst.
Die Vorgehensweise bei "normalen" Säure/Base-Extraktionen ist anders, vielleicht solltest du dich noch ein wenig intensiver mit der Materie beschäftigen und die chemischen Hintergründe studieren (dazu zählt selbstverständlich auch der sachgerechte Umgang mit Säuren und Basen, sowie der organ. Lösemittel).
Dennoch wünsche ich gutes gelingen!

Du wirst wohl mit diesen Verfahren auch (suboptimal) dein Ziehlwirkstoff extraieren, vorallem aber viel Schlonz.

mhh.. hätte er keinen essig dazugegeben wäre es straight-to-base gewesen, oder?:gruebel:

Wahrscheinlich einfach das Endprodukt durch 6 teilen...
Langsam rantasten! :schlaumeier:
Gilt immer, und besonders bei Substanzen die so stark auf den Körper gehen wie Bufo!
Durch 6 Teilen wären dann trotz Verlust noch fast 10 samen! Fang bei 1, maximal 2 an.
Und zur konsumform, Freebase macht (zumindest meistens) aua in der nase, würde es Rauchen oder zu Salz umwandeln und sublingual konsumieren.

Montypython
25.05.2010, 18:38
Gut , ich werde es rauchen , da dadurch die Wirkung viel stärker sein soll (zumindest bei DMT) , meinst Du ich sollte mein Endprodukt durch 60 teilen , und dann rauchen !?

Wenn das eine wirksame Dosis wäre , würde ich vor Freude zur Decke springen.

th
25.05.2010, 18:39
Gut , ich werde es rauchen , da dadurch die Wirkung viel stärker sein soll (zumindest bei DMT) , meinst Du ich sollte mein Endprodukt durch 60 teilen , und dann rauchen !?

Wenn das eine wirksame Dosis wäre , würde ich vor Freude zur Decke springen.

Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste ;-)

Montypython
25.05.2010, 18:50
Du hast recht.. außerdem kann ein Samen bis zu irgendwas mit 30 % Bufotenin-Gehalt haben , meine ich irgendwo gelesen zu haben. Das heißt wenn ein Samen 100mg wiegt , könnten das schon 30mg Bufotenin sein , was ein ziemlich krasser Trip wäre !

AlabamaBob
26.05.2010, 15:42
mhh.. hätte er keinen essig dazugegeben wäre es straight-to-base gewesen, oder?:gruebel:



Ich meine ja, "straight to base" ist einfach das alkaloidhaltige Pflanzenmaterial in wässriger Lösung zu basifizieren und danach die freien Alkaloidbasen in einen geeigneten Lömi zu extraieren, z.B. Naphta/Waschbenzin Ether usw. Auf welchen PH-Wert über 7 man die Lösung einstellen muß, kann von Alkaloid zu Alkaloid varieren.

Generell macht es Sinn, das Extraktionsgut zu entfetten, gerade wenn es sich um Samen handelt die zur Extraktion herangezogen werden. Also keine strait to base - Tek anwenden, sondern erstmal das Alkaloid in angesäuerten Wasser lösen und dann entfetten. Danach verfährt man wie gehabt, basifizieren, evtl. mit weiteren Aufreinigen z.B. durch umkristallisieren und allen anderen pipapo und Gedöhnst.

phalaris
05.06.2010, 00:22
@ Montypython

Hast du mittlerweile Bufotenin probiert?

Zu einem älteren Beitrag schrieb ich das es in den ethnobotanischen Blättern einen Beitrag zu der psychoaktivität von Bufotenin gab. Ich möchte mich korrigieren, es stand in der Entheogene.

Hier der nicht mehr taufrische Text von Herbst 1994.

1st Bufotenin ein Halluzinogen oder nicht ?
,3ufotenin, 5-Hydroxydimethlytryptamin, ist ein methylisierter
Abkömmling von Tryptamin. Zeitweilig glaubte man, es handele sich
dabei um ein Halluzinogen...
Ein späterer Bericht... argumentierte dagegen, und diese Ansicht hat sich
durchgesetzt. Trotzdem legen anthropologische Beweise nahe, das die
Chemikalie ungewöhnliche Eigenschaften besitzt...

Die Absicht dieser Arbeit war es, zu untersuchen, ob diese Droge ein
Halluzinogen 1st, oder nicht...
Zwei Dosen der Droge wurden i.v. verabreicht, einmal 2 mg und einmal 4
mg Bufotenin, jeweils als Bufotenin-Oxalat. Es wurde über keine
halluzinogenen Eigenschaften berichtet. Der Freiwillige gab an, das er sich
während des Experiments Ängstlich fühlte... trotz seiner Ängstlichkeit bat
er darum, weiterzumachen und in der Folge wurden ihm 8 mg Bufotenin wie
oben beschrieben gegeben, wobei die Injektion über einen Zeitraum von 3
Minuten erfolgte. Die Versuchsperson berichtete über ausgeprägte
Veränderungen im Gefühlsleben und der Wahrnehmung, wobei extreme
Ängstlichkeit auftrat, das Gefühl, das der Tod unmittelbar bevorstehe, und
eine visuelle Störung, die mit einer Umkehrung der Farben und
Verzerrungen einherging, etwa so, wie man es auf einem fotografischen
Negativ sehen kann..."
Folgerungen
Der Gebrauch intravenös verabreichten Bufotenins, verabreicht in einer
hohen unphysiologischen Dosis, rief bei der freiwilligen Versuchsperson
starke Veränderungen in der Wahrnehmung und im Gefühlsleben hervor,
obwohl offensichtliche Halluzinationen per se nicht vorhanden waren.
Dem Bericht der Versuchsperson folgend wurde beschlossen, keine
weiteren Versuche an dieser oder einer anderen Versuchsperson mehr
vorzunehmen.."
Anhang - Beschreibung des Freiwilligen
Ich wollte nicht, das das Experiment fortgeführt wird. Ich hatte die Vorstellung,
nicht sprechen zu können, selbst wenn ich wollte. Aber ich war
entschlossen, auszuhalten, was auch immer passieren wurde.. .Die
Anwesenheit von Kollegen, die den Fortschritt des Versuchs überwachten,
ließ mich glauben, das die Erfahrung durch die Drogen verursacht war und
keine krankhafte Reaktion darstellte. Die Gesichter um mich herum waren
die gleichen, erschienen aber zur gleichen Zeit anders. Jedes schien eine
transparente Maske zu tragen, kleiner als das Gesicht selber, die über das
Gesicht gelegt, ihm einen unheimlichen Ausdruck gab, ihm sogar einen
Anflug des Bösen gab... Die künstliche Tafelung der Schranke
schien etwas intensiver als sonst zu sein; es war, als wenn die Mustern
umgekehrt waren, beinahe so wie die Umkehrung, die durch das Negativ
eines Films bewirkt wird. Zur gleichen Zeit wurde ich mir bewusst, das
meine Sprache undeutlich war und ich von meiner Umgebung losgelost zu
sein schien. Nicht nur meine Umgebung erschien mir unwirklich, sondern
ich hatte auch das Gefühl, selbst auf eine undefinierbare Weise unwirklich
zu sein."
W.R. McLeod und B.R. Sitaram, Jiufotenin reconsidered", Acta psychiatr.
scand. 1985:72:447-450.
Krötengift
, .Die biochemische Zusammensetzung von Bufo alvarius ist noch ein wenig
umstritten. Man nimmt an, das das Gift nur Spuren von Bufotenin enthält.
Tatsachlich ist die wirkliche Menge von Bufotenin im Gift
möglicherweise, wenn nicht sogar wahrscheinlich so gering, das eine
einzige Extraktion aus den Speicheldrüsen nicht einmal genug Bufotenin enthalt,
um es als Betäubungsmittel gebrauchen zu können. Dies wäre aber nach
den kalifornischen Gesetzen Voraussetzung für eine mögliche
Verurteilung. Die meisten Wissenschaftler stimmen darin Überein, das der
primäre aktive Inhaltsstoff im Gift von Bufo alvarius 5-Methoxy-DMT ist,
nicht Bufotenin. Die Substanz 5-MeO-DMT ist nach den Bundesgesetzen
der USA oder Kalifornischen Gesetzen kein Betäubungsmittel." Boire,
R.G., Criminalizing nature and knowledge..," The Entheogen Law
Reporter, Ausgabe Nr. 2, Fruhjahr 1994.
Letze Meldungen
Die ersten Menschen, die jemals wegen des Besitzes psychedelischer
Kröten und des Rauchens ihres Giftes angeklagt wurden, wurden gestern
dazu verurteilt, an einem Drogen-Rehabilitationsprogramm teilzunehmen.
Wenn sie das Programm erfolgreich abschließen und anschließend
zwei Jahre drogenfrei bleiben, werden die Vorwurfe gegen sie faullengelassen."
San Francisco Chronicle, 29. April 1994.

Montypython
05.06.2010, 11:14
Das Bufotenin ist jetzt (nach einer Woche noch !) ein leicht Sirupartiges Zeug.
Ich denke ich lass es stehen , bis es fester wird.
Also es ist so unten in der Schale sieht man schon wie es fest wird. Eigentlich ist der ''Großteil'' schon fest , nur darüber ein bisschen Sirupartiges halt.
Das Zeug riecht nach Sonnenblumen (kommt wohl von den Samen , da diese auch so ähnlich schmecken , bloß danach werden sie bitter).
Ich denke nächstes Wochenende kommt hier ein Erfahrungsbericht rein :)

Bixxen
05.06.2010, 14:16
Eine Frage: ich hab gelesen, dass Mimosa Hostilis eine sehr gute DMT quelle sein soll.

Ist hier die Einfuhr nach Deutschland eigentlich legal?

Dr. Frickel
06.06.2010, 20:48
Ist hier die Einfuhr nach Deutschland eigentlich legal?

soweit ich weiß ja, da mimosa auch noch in vielen anderen bereichen eingesetzt wird (kosmetik, medizin) - da die wundheilende wirkung so hoch angepriesen wird, hab ich letztens mal eine salbe hergestellt:

-gutes original italienisches olivenöl
-wasser
-sojalecithin als emulgator
-einen teelöffel mimosa-staub

kühlende wirkung auf der haut und subjektiv verbesserte wundheilung :D

mimosa wird ja auch von deutschen händlern angeboten, sollte also wirklich kein problem sein, aber der missbrauch als btm...blablabla is natürlich untersagt.

phalaris
07.06.2010, 00:36
Auf eine Straffreiheit würde ich bei einer größeren Menge, ab wie viel ist wie mit so vielem Ermessensache, nicht bauen.
Grade das Arzneimittelgesetz wird schon mal gerne heran gezogen.
Selbst das Grundstoffüberwachungsgesetz dürfte mit Sicherheit von findigen Beamten sollten sie es Schnakeln mit was sie es zu tun haben, herhalten.

Dr. Frickel
07.06.2010, 22:35
Da hast du schon recht, phalaris - ein gewisses risiko besteht da schon, ebenso wie bei kakteen. aber ich habe noch nie davon gehört, dass dieses gesetz jemals zur anwendung kam, ganz anders als z.b. bei growboxen oder cannabis-samen. vielleicht bin ich da etwas blauäugig, weil mir in jahrelanger beschäftigung noch nie ein schnauzbärtiger an die türe geklopft hat, aber verglichen mit anderen pflanzen und organismen halte ich die mimosa für "strafrechtlich unbedenklich"

Mr.Plant
08.06.2010, 20:33
Zu erst einmal hallo an alle. Bin neu bei euch im Forum.

Ich nutze diesen Thread mal um meine Geschichte zu erzählen, wie ich zu DMT gekommen bin. Für DMT interessieren tu ich mich schon seit langer Zeit. Bevor ich allerdings meine erste DMT-Erfahrung gemacht habe, habe ich mich ca. ein Jahr lang auf die Erfahrung vorbereitet. Hab so gut wie jeden Text/Artikel/Bericht über die Substanz verschlungen die ich finden konnte. Nachdem ich ausreichend informiert war, begann ich zu überlegen welche "Form" von DMT für mich am besten geeignet wäre. Ayahuasca wär für mich nur mit "Anleitung" von erfahrenen Psychonauten in Frage gekommen.

Ich entschloss mich dann dazu mich genauer mit Phalaris zu beschäftigen. Kurzerhand besorgte ich mir Samenmaterial und pflanzte Phalaris arundinacea an. Hab dann auch gemäß eines Textes auf Erowid begonnen das Gras zu stressen um den Wirkstoffgehalt zu erhöhen. Nach der Ernte entschied ich mich gegen eine klassische Säure/Base Extraktion (gemäß Jim Dekorne) aufgrund der langen Dauer. In einer späteren Publikation von Dekorne hieß es: es wäre möglich, den Saft des Grases zu pressen und anschließend zu trocknen. Gesagt getan, ich hatte noch eine P. harmala samen vorrätig und rauchte diese vorher. Eine gute halbe Stunde später rauchte ich dann den getrockneten Phalaris-Saft. Das ganze blieb gänzlich ohne Effekt (das Pressen und Trocknen war schon recht aufwändig). Ich hab dann für mich entschieden das Phalaris für mich nicht in Frage kommt und hab das Experiment-Phalaris auf eis gelegt.

Durch einen glücklichen Zufall gelangte ich dann an ein wenig DMT-Freebase (N,N-DMT) und konnte damit meine ersten Erfahrungen machen. Die ersten Versuche startete ich mit 20mg der freien Base. Außer einem gewaltigen Bodyload und kurzen CEV's und den typischen Tryptamin "Feelings" passierte aber nicht viel. Ich beschloss dann aufs ganze zu gehen und rauchte/verdampfte meine verbliebenen 50mg in einem Zug. Damit hatte ich dann meine erste, wirklich überwältigende Erfahrung mit dem Elfenstaub.

Fasziniert von dem Erlebten beschloss ich mich selbst an eine Extraktion zu wagen. Gesagt getan, ich führte eine STB-(straight to base)Extraktion mit Mimosa hostilis durch, was auch erstaunlich gut klappte. So weit meine Geschichte mit dem Molekül des Bewusstseins.

LG
Mr.Plant

phalaris
09.06.2010, 09:12
Vielen Dank für den Beitrag.

Was mal gesagt werden muß, Phalarisgräser die einfach aus irgendwelchen Samen bzw. aus der Natur entnommen werden bringen meist nichts. Die chemische Rasse ist entscheident. Deshalb sollte man mit bekannten Clonen arbeiten.
Das Tryptaminerleben von irgendwelchen Gebräuen aus Phalaris sollte es denn psychedelisch sein ist kein N-N-DMT- Erleben. Dazu bedarf es eines reinen Stamm, der meines Wissens noch nicht gefunden wurde. Selbst BigMedicine und Samorinis göttlicher AQ1 haben andere tryptamine Beialkaloide. Namentlich ist es zumeist das in Spuren vorkommende 5- Meo- DMT. Dieses Alkaloid überlagert die reine Erfahrung.
Im Zusammenhang reden wir von der Kraft und der Herrlichkeit. Die Herrlichkeit wird einzig und allein vom N-N-DMT repräsentiert.

Mr.Plant
09.06.2010, 11:21
Danke für den Einblick in die Welt der tryptaminhaltigen Gräser.

Dieses Alkaloid überlagert die reine Erfahrung.
Im Zusammenhang reden wir von der Kraft und der Herrlichkeit. Die Herrlichkeit wird einzig und allein vom N-N-DMT repräsentiert.

Das war mir vorher durchaus bewusst. Fasziniert hat mich einfach, dass Phalaris auch in unseren Breitengraden zu hauf zu finden ist. Und ich baue meine zu konsumierenden Substanzen einfach lieber selber an, als darauf angewiesen zu sein sie mir irgendwo anders zu beschaffen. Und um erste Erfahrungen zu sammeln kam mir Phalaris gerade recht.

Du scheinst ja (nicht nur wegen deines Nicks) Erfahrungen mit Phalaris zu haben. An "bekannten Clonen" wäre ich durchaus interessiert. Hast du schon mit diesen gearbeitet ? Und wenn ja, wie bist du weiter vorgegangen ? Hast du eine S/B durchgeführt ? Wie war die Wirkung ?


@Montypython

Wie geht es voran ?

@Bixxen

Mimosa ftw ! ( :

Montypython
09.06.2010, 18:54
Dieses Wochenende gehe ich auf eine Reise.
Ich vermute , dass es wenig bringen wird , da die Extraktion nicht perfekt ausgeführt wurde. Bald werde ich aber eine größere Menge von sagen wir mal 100g Samen bekommen und dann alles möglichst perfekt machen :)

AlabamaBob
09.06.2010, 19:23
@Monty,
viel Glück bei deinen Vorhaben. Wie schon erwähnt solltes du dich vorher intensiv in die Materie einlesen, dann klappt das auch, bzw. dann sollte das auch klappen.
:bia:

Mr.Plant
09.06.2010, 19:53
Dieses Wochenende gehe ich auf eine Reise.
Ich vermute , dass es wenig bringen wird , da die Extraktion nicht perfekt ausgeführt wurde. Bald werde ich aber eine größere Menge von sagen wir mal 100g Samen bekommen und dann alles möglichst perfekt machen :)

vergiss nicht zu berichten wie es war.
Wieso muss es eigentlich unbedingt Yopo sein ? Warum kein Mimosa ? Ich stell mir sonen Bufo-Tryptamin-Cocktail nicht gerade angenehm vor. Und Mimosa ist halt pure N,N-DMT.

Azrial
09.06.2010, 20:01
vergiss nicht zu berichten wie es war.
Wieso muss es eigentlich unbedingt Yopo sein ? Warum kein Mimosa ? Ich stell mir sonen Bufo-Tryptamin-Cocktail nicht gerade angenehm vor. Und Mimosa ist halt pure N,N-DMT.

pures N,N-DMT enthält keine Pflanze. Du hast immer ein bunten Coctail aller möglichen und unmögliche Tryptaminderivate :snake:


aber ist das nicht gerade das interesante? jedes Pflanzenextrakt, und jedes gebräu wirkt ein klein wenig anders... :-)

Mr.Plant
09.06.2010, 20:32
pures N,N-DMT enthält keine Pflanze. Du hast immer ein bunten Coctail aller möglichen und unmögliche Tryptaminderivate :snake:


aber ist das nicht gerade das interesante? jedes Pflanzenextrakt, und jedes gebräu wirkt ein klein wenig anders... :-)

Da hast du natürlich recht, hab mich da etwas unklug ausgedrückt. Aber anders als bei Mimosa haste bei Yopo an "Hauptwirkstoffen" neben n,n-dmt halt noch bufo und 5-meo-dmt.

Auch da hast du wieder recht, klar macht sowas auch den Reiz aus. Aber so wie ich Monthy verstanden hatte, ging es ihm nicht unbedingt ums experimentieren sondern vielmehr um den Stoff und Wirkung von DMT (damit mein ich jetzt n,n-dmt) ansich.

just my two cents ( :

phalaris
09.06.2010, 22:42
pures N,N-DMT enthält keine Pflanze. Du hast immer ein bunten Coctail aller möglichen und unmögliche Tryptaminderivate :snake:


aber ist das nicht gerade das interesante? jedes Pflanzenextrakt, und jedes gebräu wirkt ein klein wenig anders... :-)

Psychotria viridis sowie diverse Akazienarten enthalten meines Wissens keine anderen tryptaminergen Alkaloide.
Mimosa hostilis gilt als sehr rein. User die sowohl Mimosa hostilis wie auch Psychotria umgewandelt haben bzw. das daraus resultierende Produkt testeten berichten von einem noch"klareren" Erleben des Psychotriaproduktes.
Es scheint das die Mimose noch etwas anderes enthält.

Eine australische Akazie, leider kann ich den Namen momentan nicht nennen, hat laut Rätsch bzw. Claudia Ebeling einen reinen DMTgehalt von 1%.
Die Blätter lasse sich übrigends so wie sie sind rauchen.

Interessant wären Zubereitungen diverser Mittagsblumenarten wie Delosperma tradescantoides die neben einiger Mesembrinverbindungen N-N-DMT enthalten. Sie würden zumindest keine tryptaminbedingte Verzerrung des Erlebens bewirken.
Für eine saubere Erfahrung muß es nicht sein, dass andere Tryptaminverbindungen vorhanden sind. Je sauberer desto besser. Es ist schon ein Unterschied ob ich eine Erfahrung a la starken Pilztrip erlebe oder eine mehr Bodyvordernde Componente hat.
Von der schillernden Farbenpracht mal abgesehen.

Bixxen
09.06.2010, 22:45
Ja, es wird bei einer Bestellung wohl eine Menge um 500g bis 1 Kilo werden^^

Pusemuckel
10.06.2010, 08:03
Eine australische Akazie, leider kann ich den Namen momentan nicht nennen, hat laut Rätsch bzw. Claudia Ebeling einen reinen DMTgehalt von 1%.
Die Blätter lasse sich übrigends so wie sie sind rauchen.
Ich glaube du meinst Acacia seyal (http://en.wikipedia.org/wiki/Acacia_seyal) DMT, in the leaf. Ether extracts about 1-7% of the dried leaf mass. http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_psychedelic_plants (http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_psychedelic_plants)

Acacia maidenii soll aber auch ein guter DMT-Leiferant sein!!

Mimosa hostilis soll angeblich ja auch ohne zusätzliche MAO-Hemmer wirksam sein!!?

Mr.Plant
10.06.2010, 09:08
Interessant! gehört dann ja auch zu den Mimosen: Subfamily Mimosoideae

Die Blätter lasse sich übrigends so wie sie sind rauchen.

Kann mir aber nicht vorstellen, dass man damit großartige Effekte erzielen kann. Trotzdem interessant. Das M. hostilis noch neben Alkaloide hat die, die Wirkung beeinflussen weiß ich. Fänd es durchaus interessant mal nen Extrakt einer Pflanze ohne Nebenalkaloiden zu haben die, die Wirkung beeinflussen.

Phalaris kannst du vielleicht den Text von Rätsch mal hier niederschreiben oder so ?

lg

phalaris
10.06.2010, 12:28
Die Rätschstory stand vor Jahren im Hanfblatt (RIP).
Es ging um eine ethnobotanische Exkursion in Australien mit Schwerpunkt psychoaktive Akazien.
Ich suche sie mal raus und schaue mal wie ich sie hier unterbringen kann.
Dauert ein wenig.

Mimosa ist wie ich finde schon ziemlich sauber was das Erleben angeht. Chacruna (psychotria viridis) wäre ein Kandidat für einen reinen Grundstoff.
Leider ein teurer.

Mr.Plant
10.06.2010, 12:38
Kann leider keine Vergleiche ziehen, da ich nur Mimosa Extrakte kenne. Gerade deswegen fänd ich es interessant für mich. Um vergleichen zu können.

Pusemuckel
10.06.2010, 13:50
Moin Plant,

hast du die Mimosa extrahiert und mit MAOI's kombiniert??

Hab was interessantes gefunden: mimosa by its self is jurema which is oraly active by it self. if you heat it its no longer oraly active but a cold water infusion is all you need to taste dmt. http://psychonauts.tribe.net/thread/7605fcde-211b-4d1c-81c1-d2af0ac6e563

Mr.Plant
10.06.2010, 14:04
Ne bis jetzt noch nicht, ist aber geplant.

Jup das hab ich auch schon mehrfach irgendwo gelesen, gibt darüber auch Deutsche Texte, die sagen aber leider auch nicht viel mehr aus. Oralen Konsum egal ob "single" oder als Pharmahuasca hatte ich vorerst nicht vor. Würd nur gern mal aus erster Hand hören ob das jemand bestätigen kann, dass Mimosa auch ohne MAO-Hemmer oral wirkt.

th
10.06.2010, 19:57
zu mimosa mal nach "jungle spice" suchen.. ;-)

Mr.Plant
10.06.2010, 22:50
zu mimosa mal nach "jungle spice" suchen.. ;-)

Was hat das jetzt hiermit zu tun:

mimosa by its self is jurema which is oraly active by it self

?? Das mit dem "jungle spice" ist mir seit langem bekannt.

Dr. Frickel
14.07.2010, 19:43
je nach extraktor kommen völlig unterschiedliche produkte hervor. mit jungle spice wurde breit als oral aktives psychedelikum experimentiert.

aus dem essay:

i have eaten capsules packed full of this extract and it's definitely active without maoi....it just feels like dmt and nothing else.

das ist die eindeutigste erfahrung. anstatt naphta nimmt man dafür xylol. mimosa h. ist eine interessante pflanze - vor allem seit diese stories aufgetaucht sind und eben auch weil es eine quelle für recht reines dmt ist. wenn ich extraktionen mache, komme ich ohne groß rekristallisieren oder waschen zu müssen, zu einem weißen oder gelben pulver, das zumindest den anschein erweckt nur N,N - DMT wirkungen zu haben

:gut:

AD #1
08.09.2011, 13:50
Was mal gesagt werden muß, Phalarisgräser die einfach aus irgendwelchen Samen bzw. aus der Natur entnommen werden bringen meist nichts. Die chemische Rasse ist entscheident. Deshalb sollte man mit bekannten Clonen arbeiten.

Mh, das betrübt mich. Ich habe die Möglichkeit, mich größerer Mengen dieser Phalaris-Sorte zu bedienen:
http://forums.mycotopia.net/attachments/botanicals/60066d1188163572-phalaris-canary-reed-grass-identification-help-pictures-local-beach-grasses-reeds-009.jpg
(erstmal: Kann die irgendjemand bestimmen? In Wirklichkeit scheint sie mir noch etwas grünlicher und dunkler zu sein. Hauptmerkmal war für mich jetzt die roten Blüten(?))

Gibt es eine realistische Chance, dieser Sorte etwas abzugewinnen?

Lg, AD #1

AlabamaBob
08.09.2011, 14:04
Ja die roten Blüten sind sehr apart,
gestern hab ich ich im ZPF ein schönes Bild eines Wurzelballens einer panaschierten Phalaris gesehen - die unterirdischen Neuaustriebe waren auch wundervoll rötlich gefärbt.

Wie phalaris schon an anderer Stelle schon sagte, ist sowas ein Glücksspiel. Bei bestimmten Klonen dagegen ist Wirkstoffspektrum bekannt, bei naturisolaten dagegen nicht. Versuche haben mit naturisolaten haben bei experimentierf reuduigen Prersonen schon zu gefährlichen Herzrythmusstörungen gesorgt, oder zu anderen Vergiftungserscheinungen geführt, oder vielfach auch nur zu enttäuschenden Ergebnissen. Wenn man schon experimentieren will - was viele abraten, so sollte man keinesfalls die Substanz zusammen mit einen mao-Hemmer kombinieren.

Mittlerweile kursieren glücklicherweise schon ein paar Klone mit bekannten Wirkstoffspektrum in good old Europe.

Pusemuckel
08.09.2011, 14:49
Moin AD#1,
dein Bild zeigt Schilfrohr (Phragmites australis) und soll in dem Wurzelrhizom DMT enthalten!!

Übrigens auch von mir an dieser Stelle ein :hallo: :bia:

Senidriver
08.09.2011, 14:59
Wohne entlang eines Baches. Der verläuft ca 100m hinterm Haus mitten durch die Prärie. Der ist über hunderte von Metern mit dem Zeug bewachsen. Find ich ja toll dass man daraus was zaubern kann. War mir darüber gar nicht bewusst.:D

phalaris
08.09.2011, 20:38
Ja es ist Phragmites australis. Die Art enthält zwar unter Umständen 5- Meo, bzw. N-N- DMT, allerdings sind die einzelnen Chemorassen noch viel weniger erforscht als bei Phalaris. Die enthaltenen Alkaloide sind mit denen von Phalaris identisch.
Vorsicht!!!

AD #1
09.09.2011, 12:24
Danke für die Antworten!
Seht ihr die Gefahren bei Rantasten und Rauchkonsum immernoch so hoch, dass es kein Experiment wert ist? Die Pflanzen reizen mich jeden Tag aufs Neue ...

Lg, AD #1

Senidriver
09.09.2011, 13:14
Vorsicht!!!

Why? Hab mich zwar mit diesen Pflanzen noch nicht beschäftigt, aber denke der Wirkstoffgehalt wird kaum so hoch sein dass man sich damit schaden könnte. Man wird sich daraus bestimmt eh nen Extrakt machen müssen um eine deutlich Wirkung ausmachen zu können. Oder bin ich da auf nem (gefährlichen) Holzweg?:gruebel::?:

Pusemuckel
09.09.2011, 14:10
phalaris mein das in Phalaris (also nicht in phalaris sondern in Phalaris, man achte auf die Groß- Kleinschreibung ;D) enthaltene Gramin, welches giftig ist!

AD #1
09.09.2011, 14:19
Wenn die Gefahr von Gramin ausgehen sollte, dann sollte man das hier (http://psychotropicon.info/gramin-drogennotfalle-und-toxische-pflanzeninhaltsstoffe/) mal lesen:
Wir sehen also: Die Annahme einer hohen Giftigkeit des Indolalkaloids Gramin relativiert sich bei genauerem Hinsehen und ist im Grunde widerlegt. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass in Phalaris spp. keine großen Mengen Gramin vorhanden sind.

Lg, AD #1